Die meisten Dachboxen fahren zwei Wochen im Jahr spazieren und stehen die restlichen fünfzig im Keller. Wer sie nur für den Skiurlaub oder die Sommerfahrt ans Meer braucht, zahlt beim Kauf 400 bis 900 Euro für ein Stück Kunststoff, das dann Platz wegnimmt. Eine Dachbox zu leihen ist da die entspanntere Rechnung. Was das kostet, was der Unterschied zum gewerblichen Dachbox-Verleih ist und wie das mit einem Nachbarn als Vermieter abläuft, steht hier.
Was kostet es, eine Dachbox zu mieten?
Von privat ist es deutlich günstiger als beim Autohaus oder einem Dachbox-Verleih, und du musst nicht quer durch die Stadt fahren. In den Inseraten auf Dachboks steht immer ein Tagespreis, oft auch ein Wochenendpreis für Freitag bis Montag und ein Wochenpreis für sieben Tage. Wenn du bei der Anfrage deinen Zeitraum angibst, rechnet die Seite automatisch die günstigste Kombination aus. Der Rückgabetag kostet dabei nichts, so wie beim Mietwagen.
Zur Orientierung: Kleine Boxen bis 300 Liter liegen meist bei 8 bis 12 Euro am Tag, große Familienboxen mit über 500 Litern bei 15 bis 25 Euro. Eine Woche Urlaub mit einer 450-Liter-Box kostet damit irgendwo zwischen 60 und 100 Euro. Dazu kommt oft eine Kaution von 50 bis 150 Euro, die du bei der Rückgabe zurückbekommst.
So läuft die Miete von privat ab
Du gibst deine PLZ ein, wählst Volumen und Zeitraum und siehst nur Inserate, die an diesen Tagen tatsächlich frei sind. Jedes Inserat hat dafür einen Kalender. Über den Anfrage-Button landest du im Chat mit dem Vermieter, dort klärt ihr Übergabeort und Uhrzeit. Meistens ist das ein Parkplatz oder die Einfahrt des Vermieters, fünf Minuten von dir entfernt.
Für die Übergabe gibt es im Chat einen vorausgefüllten Mietvertrag mit Namen, Anschriften, Artikel, Zeitraum, Preis und Kaution. Ein Klick, PDF, fertig. Der Zeitraum wird dabei gleich im Kalender des Inserats als vergeben eingetragen, damit niemand anderes mehr für dieselben Tage anfragt.
Worauf du bei der Übergabe achten solltest
Fünf Minuten Sorgfalt ersparen später jede Diskussion um die Kaution. Am besten macht ihr gemeinsam Fotos, bevor die Box aufs Dach kommt.
- Passt die Box auf deinen Grundträger? Das klärst du am besten vorher im Chat. Viele Vermieter geben „Träger vorhanden" an und leihen die Querträger mit.
- Sind Schlüssel und Anleitung dabei? Steht im Inserat unter Zubehör.
- Wie hoch ist die Dachlast deines Autos? Box plus Ladung dürfen die Herstellerangabe nicht überschreiten, bei vielen Autos sind das 75 Kilo.
- Kratzer, Risse, Verschluss: bei der Übergabe anschauen, fotografieren und im Vertrag notieren.
- Rückgabe gereinigt, trocken und pünktlich. Dann gibt es die Kaution ohne Murren zurück.
Häufige Fragen
- Brauche ich einen eigenen Dachträger?
- In der Regel ja, die Box wird auf deine Querträger montiert. Viele Vermieter auf Dachboks haben aber „Träger vorhanden" angegeben und leihen dir die Träger mit.
- Wie früh sollte ich anfragen?
- Vor den Ferien und in der Skisaison sind gute Boxen schnell weg. Zwei bis drei Wochen Vorlauf sind entspannt. Kurzfristig klappt es oft trotzdem, weil du im Kalender direkt siehst, was frei ist.
- Was passiert bei einem Schaden?
- Das regelt der Mietvertrag: Für Schäden während der Mietzeit haftet der Mieter, normale Abnutzung nicht. Genau deshalb lohnen sich die Fotos bei Übergabe und Rückgabe.